Fünf aktuelle Browseralternativen

Seit über 10 Jahren bin ich überwiegend begeisterter Nutzer von Firefox. Angefangen 2002 oder 2003 bei Version 0.6, die damals noch Phönix hieß und eine schlanke und schnelle  Alternative zur fetten Mozillasuite mit E-Mailprogramm, HTML-Editor und IRC-Client darstellen sollte.

Wenn jedoch in wenigen Wochen mit Version 29 das neue Australisdesign Einzug halten soll, werde ich wohl Abschied vom Firefox nehmen, denn ich bin von dieser gravierenden Änderung nicht überzeugt. In meinen Augen ist das eine Verschlechterung, da ich nicht mehr in der Lage bin, die Symbole so anzuordnen, wie sie meiner Nutzungsgewohnheit entspricht. Glücklicherweise gibts Alternativen und deren fünf möchte ich mal vorstellen. Voraussetzung ist, dass sie alle die Lesezeichen in einer ständig sichtbaren Sidebar anzeigen können.

Avantbrowser

Der Avantbrowser war ursprünglich ein sogenannter IE-Aufsatz, der die Browserengine des Internet Explorers (Trident) benutzt hat, aber eine eigene Oberfläche hatte. Mittlerweile unterstützt er zusätzlich die Bowserengines von Chrome und Firefox und. Er hat einen eingebauten Popup- und Werbeblocker und kann vielfältigst eingestellt werden. Leider lässt sich die Sidebar nur rechts anzeigen. Für Spielkinder lässt sich die Oberfläche mit Skins überziehen.

Die Lesezeichen lassen sich recht einfach aus anderen Browsern oder einer HTML-Datei importieren. Leider unterstützt er nur Erweiterungen für den Internet Explorer und einige, wenige eigene. Das schränkt die Nutzungsmöglichkeiten trotz seines großen Funktionsumfangs doch erheblich ein. Insgesamt ist der Avantbrowser aber beispielsweise für Webentwickler sehr interessant, da er eine Website quasi gleichzeitig mit verschiendenen Browserengines darstellen kann.

Der Avantbrowser  ist kostenlos und die Oberfläche lässt sich auf deutsch umstellen.


Maxthon Browser

Ebenso wie der Avantbrowser war der Maxthon mal ein Aufsatz auf dem Internet Explorer. Mittlerweile nutzt der die Webkitengine, die auch den Chrome antreibt. Seine Oberfläche ist sehr modern und übersichtlich. Die Lesezeichensidebar ist immer links angetackert. Die Lesezeichen aus dem Firefox wurden 1:1 übernommen. Lediglich den Ordner für die Lesezeichensymbolleiste musste ich noch festlegen. Als einziger Browser kommt der Maxthon mit einem 1A-RSS-Reader daher, der sehr an den verflossenen Google Reader erinnert. Wie schon der Avantbrowser wartet der Maxthon mit allerlei Einstellungen zu Zusatztools auf. Es macht richtig Spaß, das Programm zu erforschen. Leider lassen sich nicht die Erweiterungen für den Chrome nutzen. Ein paar Macken hat das Programm allerdings auch. So lassen sich Bookmarklets nicht immer ausführen und ich habe keine Möglichkeit gefunden, Suchfunktionen aus Websites in die browsereigene Suchleiste zu integrieren. Leider lassen sich keine Erweiterungen des Chromes nutzen, es gibt auf der offiziellen (und bisweilen sehr langsamen) Website allerdings einige, die die Funktionalität des Maxthon noch erweitern können.

Der Maxthon ist kostenlos und leider nur mit englischer Oberfläche erhältlich, obwohl die deutsche Website anderes vermuten lässt.


Pale Moon

Pale Moon basiert auf dem Quelltext des Firefoxes, der allerdings einige Eigenheiten hat. In erster Linie ist Pale Moon auf Geschwindigkeit hin optimiert. De Entwickler hat außerdem einige Dinge aus dem Firefox entfernt bzw. gar nicht aktiviert. Laut Website wird der Pale Moon auch nicht das Update auf das neue Australisdesign mitmachen, sondern am älteren festhalten. So hat der Pale Moon wieder die alte Statuszeile, in der neben Icons auch der Link zur gewählten Website angezeigt wird. Auch lassen sich die Tabs nach wie vor unten anordnen. Da Pale Moon auf dem Firefox basiert, lassen sich auch dessen Profile (Lesezeichen, History, Erweiterungen) übernehmen und natürlich auch neue Erweiterungen installieren. Damit ist er maximal kompatibel zum Firefox, soll aber nach verschiedenen Messungen um bis zu 30% schneller sein .

Pale Moon ist kostenlos und die Oberfläche lässt sich auch auf deutsch umstellen (ist aber etwas kompliziert). Außerdem gibts ihn auch als 64-Bit-Version.


Qupzilla

Mit Qupzilla gibts wieder einen Browser, der auf der Webkitengine aufsetzt. Wie auch bei den anderen, lässt sich die Lesezeichensidebar dauerhaft einblenden. Leider klappt der Import der Lesezeichen nicht richtig. Beim Import per Firefox-SQLite-Datenbank werden fehlen die Ordner und beim Import per HTML-Datei werden alle Ordner auf einer Ebene angeordnet. Das ist natürlich blöd, denn niemand will nach dem Switch auf einen anderen Browser alle Lesezeichen neu sortieren. Ansonsten bietet der Qupzilla nebn den üblichen Features einen Webeblocker, ein paar eigene Erweiterungen wie Greasemonkey, Mousegesten oder Statusleistenicons.

Qupzilla ist ebenso wie alle anderen kostenlos und die Oberfläche ist auf deutsch.


Sleipnir

Sleipnir ist ein japanischer Browser, der auf Blink basiert, einer Weiterentwicklung von Webkit, die mittlerweile von Chrome und dem neuen Opera benutzt wird. Das offensichtlichste an Sleipnir ist die Oberfläche, denn nicht die Adresszeile steht im Vordergrund, sondern die Tabs. Diese werden immer als Vorschaubilder angezeigt. Rechts davon befindet sich eine Leiste, die Adress- und Suchleiste in einem ist. Die Optionen des Browsers lassen sich vielfältig konfigurieren, allerdings ist der Einstellungsdialog etwas unübersichtlich. Die deutsche Übersetzung ist ziemlich holprig, sodass es sich lohnt, die Sprache auf englisch umzustellen. Aber auch dann blitzen immer mal wieder japanische Schriftzeichen auf. Generell ist es allerdings gut zu verstehen, das achtbeinige Pferd des Göttervaters Odin. In Sleipnir lassen sich die Erweiterungen aus dem Chrome Web Store installieren, was den Funktionsumfang natürlich nochmals erhöht.

Sleipnir ist ebenfalls kostenlos und hat eine deutsche Oberfläche.

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24 Kommentare

Trackback  •  Kommentarfeed

  1. Warum nicht Chrome oder Safari? Ich bin vor Jahren von Firefox zu Chrome gewechselt, weil die ständigen Updates immer wieder Ärger mit Plugins bereiteten.

  2. Michael sagt:

    Safari gibts unter Windows nicht mehr und Chrome hat keine feststehende Lesezeichensidebar.

  3. Du bist aber auch der einzige der das braucht ;)

  4. Für den lieben alten Firefox gibt es übrigens ein Add-On, mit der sich das alte Design weiter benutzten lässt.

  5. Also ganz ehrlich, wer die Wahl seines Browsers vom Design abhängig macht, der setzt die Prioritäten definitiv falsch. ;) Es gibt so viele ernsthafte Argumente für einen Browser wie die Unterstützung von Webstandards, Geschwindigkeit, Sicherheit und so weiter. Das sind gute Argumente, weil sie a) enorm wichtig sind und man sie b) nehmen muss, wie sie sind, darauf hat man keinen Einfluss. Aber Design? Das kann man doch anpassen, wie man lustig ist. Man kann sogar Firefox mit Australis mit nur einer einzigen Erweiterung so aussehen lassen wie Firefox ohne Australis. Es würde mich sehr stark überraschen, wenn du Firefox nicht so anpassen könntest wie er dir gefällt. Und falls du dabei Hilfe brauchst, wirf mal einen Blick ins Camp Firefox Forum, da wird man dir gerne helfen, deinen Firefox anzupassen, wenn du das wünschst. Ich würde fast behaupten, dass es nichts gibt, was du nicht verändern kannst, wenn du willst. Einer der großen Vorteile, wenn die Oberfläche komplett per CSS gestaltet ist.

    Ich sag Folgendes jetzt nicht nur, weil ich einen Mozilla-Blog betreibe: Firefox ist der Browser, der sich mit Abstand am besten von allen Browsern anpassen lässt, diese Anpassbarkeit gibt dir kein anderer Browser. Das hör ich nämlich auch immer wieder von Chrome-Nutzern, die Chrome eben aus anderen Gründen nutzen, aber definitiv nicht aufgrund von Anpassbarkeit. Anpassbarkeit war seit es Firefox gibt eines der stärksten Argumente für Firefox und das ändert sich auch mit Australis nicht.

    Dass Pale Moon bis zu 30 Prozent schneller sein soll als der originale Firefox, das halte ich übrigens für ein starkes Gerücht, das ist extrem unwahrscheinlich. ;)

  6. Michael sagt:

    …Also ganz ehrlich, wer die Wahl seines Browsers vom Design abhängig macht, der setzt die Prioritäten definitiv falsch. ;)

    Sagt jemand, der an einem Mac sitzt. ;)

    Klar, mache ich die Wahl vom Design abhängig, von was sonst?

    Nein, eigentlich stört mich das Design gar nicht, sondern die Bedienung, die aus der Designänderung resultiert. Warum muss ich erst zusätzliche Addons installieren, um die Features wieder zurück zu bekommen, die man im Zuge des neuen Designs gleich mit über Board geschmissen hat. Warum beispielsweise lassen sich die Buttons nicht mehr von der Adressleiste trennen? Es ist ja schön und gut, dass man das wieder nachrüsten kann, aber das ist doch „von hinten durch die Brust ins Auge“. Und Firefox ist beileibe nicht dafür bekannt, auch bei mehreren Addons noch schnell zu bleiben. Die von dir so vielgelobte Anpassungsfähigkeit ist mit Australis offenbar auch nicht wirklich gegeben oder warum forciert Mozilla einen Wettberwerb zur Entwicklung von Addons, die durch Australis einen Vorteil erzielen, wie du schreibst?

  7. Willi Winzig sagt:

    Also ich werde mich ebenfalls von Firefox trennen. Mich stört nicht nur die Lamsamkeit, die Instabilität (Firefox ist sein längerer Zeit das einzige Programm, das mir unter Win 7 alle paar Tage mal absemmelt), sondern vor allem, dass die Mozilla-Leute nach vorne raus das Gutmenschentum propagieren und hinten rum mit meinen Benutzerdaten Geld verdienen, ohne es mir zu sagen. (Google, Amazon, etc.) Wer nicht genauer nachsieht, merkt das nicht und darauf kann ich gerne verzichten.

    Die Googles, Amazons, etc, und eben auch die Firefoxes kannste alle in einen Sack stecken und drauf hauen, da triffst Du keinen Falschen!

  8. „Sagt jemand, der an einem Mac sitzt. ;)“

    Gut gespielt. ;) Aber im Ernst, das Design kann man anpassen. Welche Möglichkeiten OS X dafür bereitstellt, weiß ich nicht, obwohl ich das System nutze, aber mir gefällts wie es ist. Ich weiß aber immerhin, dass Firefox sehr viele Möglichkeiten bereitstellt und nahezu alles erlaubt. Was wiederum dazu führt, dass ich mich bei manchen Leuten fragen muss, wie denen das ernsthaft gefallen kann, wie die ihren Firefox (in meinen Augen) verunstaltet haben. ;)

    „Warum beispielsweise lassen sich die Buttons nicht mehr von der Adressleiste trennen?“

    Ich denke, dass du dich auf den Zurük-Button sowie die Schaltfläche zum Neuladen / Abbrechen des Ladevorgangs beziehst. Korrigier mich, wenn ich falsch liege. In erster Linie um Komplexität herauszubekommen. Mozilla hatte sehr viel getrickst, was den Code sehr kompliziert und schwierig zu pflegen machte. Aus Sicht eines Entwicklers ist es so, dass man manchmal Dinge entfernen und damit einen vermeintlichen Rückschritt eingehen muss, um das Gesamtprodukt verbessern zu können. Das sieht man in anderen Softwares auch ab und an. Und was den Zurück-Button betrifft, da kam hinzu, dass das große Schwierigkeiten macht, grafisch einwandfrei umzusetzen, dass das auch an die Adressleiste richtig anschließt. Ich weiß das nicht mehr im Detail, das ist schon so lange her, ich hab nur noch in Erinnerung, dass es die Dinge erheblich vereinfacht hat.

    „Und Firefox ist beileibe nicht dafür bekannt, auch bei mehreren Addons noch schnell zu bleiben.“

    Also über die Geschwindigkeit von meinem Firefox (über 30 Add-ons) kann ich mich nicht beklagen. Gilt übrigens für alle meine installierten Browser. Ich nehme da zumindest nicht bewusst Geschwindigkeitsunterschiede wahr.

    „Die von dir so vielgelobte Anpassungsfähigkeit ist mit Australis offenbar auch nicht wirklich gegeben oder warum forciert Mozilla einen Wettberwerb zur Entwicklung von Addons, die durch Australis einen Vorteil erzielen, wie du schreibst?“

    Ich denke, den Zusammenhang sollte man nicht herstellen. Der Wettbewerb ist letztlich eine Motivation für Entwickler, die neuen APIs zu nutzen. Ob die Anpassbarkeit im Gesamten nun sehr viel schlechter ist oder sehr viel besser, das macht hier glaub ich keinen nennenswerten Unterschied, denn so oder so ist es sinnvoll, die Entwickler dazu zu motivieren, die neuen APIs zu benutzen. Klar könnten sie auch die alten APIs nutzen, aber die harmonieren eben nicht so toll mit Australis und werden unter Umständen irgendwann entfernt, dann bräuchte es wieder Anpassungen und die Nutzer ärgern sich erneut, weil der Entwickler das dann verschlafen hat, keine Motivation oder was weiß ich.

    Die Frage, ob es nun mehr oder weniger Möglichkeiten der Anpassbarkeit gibt, hängt denke ich allgemein ein wenig von der Perspektive ab. Die Add-on Leiste fehlt, es gibt keinen about:config Schalter mehr für die Tabs unter der Adressleiste (geht übrigens nach wie vor mit einer Zeile CSS!), kleine Symbole-Modus fehlt (wobei das eh nur einen marginalen Unterschied gemacht hatte). Das steht sicher auf der Seite für weniger Anpassung. Auf der Gegenseite steht ein nun vollkommen individualiserbares Menü sowie eine ein- oder ausblendbare Titelleiste. Je nachdem, wo man seine persönlichen Schwerpunkte hat, gleicht sich das aus, man leidet unter einer schlechteren Anpassbarkeit oder freut sich darüber, dass man mehr als vorher anpassen kann, was einem beliebt. Meine Perspektive ist: Es gleicht sich aus und Drittentwickler haben noch mehr Möglichkeiten als zuvor. Ich sehe Add-ons als integralen Bestandteil des Konzeptes von Firefox.

    Ich kenne sogar einige, die sagen, Mozilla sollte viel mehr auslagern und Firefox schlanker machen, so dass man sich neue Features per Add-on installieren kann. Bei manchen Programmen ist das sogar üblich so. Wenn ich zum Beispiel an meine IDE zum Programmieren denke, das ist PhpStorm. Das kommt standardmäßig mit einem Haufen Plugins gebündelt. Okay, die sind von Anfang an dabei. Aber theoretisch könnte ich sie alle deaktivieren und der Funktionsumfang wäre deutlich eingeschränkt – aber die IDE dafür schlanker.

  9. Klar verdient Mozilla Geld. Aber irgendwie muss das Projekt ja auch Finanziert werden.

    Die Frage nach dem OK oder nicht ist eher: Wie wird Geld verdient? Und da scheint Mozilla aus meiner Sicht seriös zu sein. Da müsstest du schon Beispiele bringen was dir nicht passt.

    (Ja, ich selbst bin kein Firefox sondern Chrome User)

  10. „Mich stört nicht nur die Lamsamkeit, die Instabilität (Firefox ist sein längerer Zeit das einzige Programm, das mir unter Win 7 alle paar Tage mal absemmelt)“

    Firefox gilt ganz gewiss nicht als instabiler Browser. Statt es also auf den Browser zu schieben, solltest du die Ursache suchen. about:crashes bietet dafür einen hervorrragenden Anhaltspunkt. Im Camp Firefox Forum ist man dir gerne behilflich, der Ursache auf den Grund zu gehen.

    „sondern vor allem, dass die Mozilla-Leute nach vorne raus das Gutmenschentum propagieren und hinten rum mit meinen Benutzerdaten Geld verdienen, ohne es mir zu sagen. (Google, Amazon, etc.) Wer nicht genauer nachsieht, merkt das nicht und darauf kann ich gerne verzichten.“

    Moment, jetzt mal langsam. Drei Dinge:

    1. Mit deinen Benutzerdaten verdient Mozilla keinen Cent Geld, bitte keine Märchen verbreiten!
    2. Mozillas Mission und das Einnehmen von Geld schließt sich nicht aus, ganz im Gegenteil, dafür braucht Mozilla viel Geld
    3. Du willst also deswegen einen anderen Browser als Firefox nutzen. Weil Mozilla angeblich deine Nutzerdaten verkauft und das bei einem Google, Apple oder Microsoft wesentlich unwahrscheinlicher ist. Oh, Moment!

    Mich würde interessieren, wie du zu dieser Behauptung kommst. Und mich würde interessieren, wie du über 200 Millionen Dollar Ausgaben pro Jahr kompensieren würdest, wenn nicht durch Suchmaschinen, de facto die einzige nennenswerte Einnahmequelle. Was die meisten Nutzer übrigens als großen Vorteil sehen, weil sie gerne Suchmaschinen in ihrem Browser haben. Mozilla wäre dumm, sich das nicht bezahlen zu lassen.

  11. Michael sagt:

    Ich finde es auch nicht wild, wenn es von vorneherein klar wäre. Mozilla stellt sich m.E. immer als selbstlose Gemeinschaft hin, die nur das Beste für den Nutzer will, sagt aber nicht, dass sie von den den Suchen über die eingebauten Suchmaschienen bzw. von den Bestellungen, die die Nutzer über Amazon oder eBay machen, etwas abbekommen. Ich würde schon gern vorher (oder prominent platziert) wissen, was der Preis ist, das Programm zu nutzen. Da ist mir die Spendenkampagne der Wikipedia lieber. Die nervt zwar auch, aber jeder erfährt, wie sich die Wikipedia finanziert, wieviel sie jeweils brauchen und wie man spenden kann. Ist einfach geradliniger.

  12. Mozilla kommuniziert das ganz offen. Mozilla veröffentlicht sogar jedes Jahr einen detaillierten Finanzbericht. Wer suchet, der findet das auch. Und das schließt sich ja auch überhaupt nicht mit *dem besten für den Nutzer* aus, ganz im Gegenteil, der profitiert durch die eingebauten Suchmaschinen definitiv. Außer natürlich, er nutzt keine einzige davon. Und nein, Mozilla bekommt von den Bestellungen nichts ab. Es gibt einen Fixbetrag für die standardmäßige Auslieferung als Suchmaschine innerhalb von Firefox.

  13. Michael sagt:

    Ich habe vorhin bestimmt eine halbe Stunde nach dererlei Infos gesucht und nix gefunden. Wo gibts denn den Bericht?

  14. http://www.mozilla.org/de/foundation/annualreport/2012/

    Ganz unten die grünen Buttons sind das Wichtige. 2012 ist der aktuellste Jahresbericht, der wird immer im November des Folgejahres veröffentlicht. Im November 2014 erscheint also der Jahresbericht für 2013.

  15. Michael sagt:

    Danke für den Direktlink, aber wie komme ich dort konkret hin? Ich hab mir auf der Mozillaseite einen Wolf gesucht und suche immer noch den Einstiegspunkt, wie man sich dorthinhangelt. Für mich (und sicher auch andere) sind diese Infos momentan nicht offensichtlich zu finden.

  16. Einen Direktlink von der Webseite gibt es nicht, wurde aber über die internationalen Presseseiten angekündigt, für Deutsch:

    https://blog.mozilla.org/press-de/

    Und so ziemlich jede IT-Seite hat das Thema dann aufgegriffen. Natürlich mit der Headline, dass Mozilla von Google lebt… ;)

  17. SannyB sagt:

    Ich finde Design bzw. die Anpassung an persönliche Nutzungsbedürfnisse auch mit entscheidend. Ist ja schön, wenn man Sachen mit einer Zeile css wieder herstellen kann, aber es ginge ja wohl auch etwas komfortabler für den „Normalnutzer“, aber das scheint nicht gewollt zu sein. Und es nervt, dass man wieder neue Add-Ons braucht, um z.B. die Add-On Bar wiederherzustellen. Nicht jeder hat einen 16:9 Riesenmonitor mit einer endlosen Adressleiste für die ganzen Symbole. Und gerade bei den Add-Ons gibt es viele, die einen Status anzeigen und die man deshalb immer sichtbar haben muss. Ich habe jetzt zwar mit reichlich Mühen und Add-Ons das Aussehen wieder halbwegs an 28 angepasst, aber es ist trotzdem ärgerlich. Was allerdings noch schlimmer ist, ist dass 29 den RAM Speicher vollhaut, als wäre es das einzige Programm auf dem Rechner. Selbst wenn Firefox nur im Hintergrund offen ist, müllt es Stunde um Stunde den Speicher immer weiter zu. Das ist der Hauptgrund für mich, mich nun nach Alternativen umzusehen. Pale Moon scheint mir da wegen Nutzbarkeit der Firefox Add-Ons am sinnvollsten zu sein. Ich werde ihn auf jeden Fall ausprobieren.

  18. „aber es ginge ja wohl auch etwas komfortabler für den “Normalnutzer”“

    Die Bedürfnisse des „Normalnutzers“, wie du ihn nennst, werden denke ich ganz gut erfüllt. Wenn du beispielsweise die Add-on-Leiste vermisst, dann ist das nun einmal so, dass sie nur von einer Minderheit benötigt worden ist und eben nicht von eben jenem „Normalnutzer“. Ja, ich bin auch der Meinung, dass man die Add-on-Leiste im Produkt hätte lassen sollen. Aber ein vermeintlicher „Normalnutzer“ hilft nicht bei der Argumentation für die Add-on-Leiste, den tangiert das eher weniger. Eine Zeile CSS bezieht sich dann wohl auf die Tableiste, da greift diese Argumentation noch weniger. Es gibt nur einen einzigen Browser, bei welchem die Tableiste da ist, wo sie in Firefox 29 „nur“ noch mit einer Minimaländerung (!) möglich ist, das ist Safari, und den gibt es ausschließlich für OS X. Du kannst Mozilla nicht zum Vorwurf machen, dass sie standardmäßig etwas nicht mehr unterstützen, was kein anderer unterstützt. Zumal es ja wie gesagt eh ziemlich einfach anpassbar ist. Man muss halt danach googeln, aber wer seinen Browser anpassen möchte, der muss auch Zeit zum Googeln haben.

    „Was allerdings noch schlimmer ist, ist dass 29 den RAM Speicher vollhaut, als wäre es das einzige Programm auf dem Rechner. Selbst wenn Firefox nur im Hintergrund offen ist, müllt es Stunde um Stunde den Speicher immer weiter zu.“

    Kann ich auf keinem einzigen meiner Systeme bestätigen. Auch für dich gilt: Wende dich ans Firefox-Forum, lass dir helfen, aber schieb es nicht grundsätzlich auf den Browser. Das Problem müsste sonst jeder haben. Ist aber nicht der Fall.

    „Pale Moon scheint mir da wegen Nutzbarkeit der Firefox Add-Ons am sinnvollsten zu sein. Ich werde ihn auf jeden Fall ausprobieren.“

    Wenn du solche RAM-Probleme mit Firefox hast, dann hast du sie auch mit Pale Moon, Pale Moon ist ein Firefox-Derivat.

  19. SannyB sagt:

    Erstmal Danke für die Anwort, Sören. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass Mozilla den Usern die Wahl gelassen hätten. Ich finde es ist kein gutes Argument zu sagen „weil die anderen Browser es auch so machen“. Weswegen nehmen wohl viele FF? Genau, weil sie ihn eben anders einrichten konnten als die anderen Browser. Das RAM Problem liegt am Browser, man kann ja nachsehen, wieviel FF da belegt. Selbst Mozilla empfiehlt auf den Hilfeseiten, den Speicher zu erweitern. Deswegen haben vermutlich auch viele das Problem nicht, wenn sie leistungsstarke Rechner mit viel Speicher haben. Für ältere Rechner mit 1-2 GB RAM ist FF praktisch unbrauchbar geworden.

  20. „Ich hätte mir einfach gewünscht, dass Mozilla den Usern die Wahl gelassen hätten.“

    Du hast ja die Wahl, du kannst alles anpassen. Und Add-ons sind Teil der Anpassbarkeit. In diesem Umfang kann kein anderer Browser auf dem Markt angepasst werden. Wer hat diese Anpassungsmöglichkeiten denn überhaupt erst in den Browser eingebaut? Das war Mozilla. Sprich, Mozilla hat die Möglichkeiten für die Nutzer ganz bewusst geschaffen. Aber es ist eben auch nicht sinnvoll, tausend Optionen direkt über die Oberfläche anzubieten, darunter würde nur die Produktqualität leiden und das Produkt schlechter bedienbar werden.

    „Ich finde es ist kein gutes Argument zu sagen “weil die anderen Browser es auch so machen”“

    Das ist auch kein Argument für irgendetwas, aber meine persönliche Meinung: Wenn kein anderer Browser etwas bestimmtes macht, dann kann ich nicht das Gleiche von Mozilla erwarten. Das wäre ziemlich unfair.

    „Genau, weil sie ihn eben anders einrichten konnten als die anderen Browser.“

    Wie gesagt, das geht mit Firefox so gut wie mit keinem anderen Browser, nach wie vor. Ich kann Firefox 29 aussehen lassen wie Firefox 28, ich kann Firefox sogar wie Chrome aussehen lassen, wenn ich das möchte. Alles kein Problem mit Firefox. Und in diesem Umfang eben nur mit Firefox möglich.

    „Das RAM Problem liegt am Browser, man kann ja nachsehen, wieviel FF da belegt.“

    Nein, ich kann nicht nachsehen, wieviel RAM Firefox bei dir gerade belegt. Ein generelles RAM-Problem gibt es nicht. Chrome beispielsweise benötigt in der Regel mehr RAM als Firefox. Ich weiß ja auch nicht, was du als viel RAM bezeichnest. Vielleicht hast du ja auch eine falsche Vorstellung davon, was viel RAM für einen Browser ist. Kann ja niemand ahnen ohne genauere Angaben. Und nicht zu vergessen, was Add-ons wie Adblock Plus zum RAM-Verbrauch beitragen – zum Teil hunderte MB! Mal davon abgesehen, dass RAM dazu da ist, genutzt zu werden, nicht brach zu liegen. Natürlich bedient sich Firefox an dem, was vorhanden ist.

    „Für ältere Rechner mit 1-2 GB RAM ist FF praktisch unbrauchbar geworden.“

    Ich kenne viele leistungsschwache Geräte, auf denen Firefox problemlos läuft. Und was den Punkt „1-2 GB RAM“ betrifft, sorry, aber das ist wirklich kein Argument. RAM wird einem ja nun wirklich hinterhergeworfen, das kostet ja praktisch gar nix. Wobei Computer mit so wenig RAM schon wirklich alt ist, die haben dann wahrscheinlich noch ganz andere Probleme. Aber wie auch schon gesagt, ein Chrome wird nicht weniger RAM benötigen. Das wird deutlicher, je mehr Tabs man nutzt.

  21. SannyB sagt:

    Ich sehe schon, wie finden keinen gemeinsammen Nenner. Ich kann jedenfalls exakt nachschauen, wieviel FF in jedem Augenblick verbraucht. Aktuell mit 3 Tabs gerade 600 MB. Wobei es wie gesagt auf die Tabs nicht ankommt, es schaukelt sich im Laufe der Stunden hoch. Ich kann nur sagen, dass FF 28 deutlich weniger belegt hat, meist so um die 300 MB. Das ist der Punkt. Chrome kommt mir sowieso nicht auf den Rechner.

  22. ChefvonLaden sagt:

    Warum nicht Safari? Ist doch klar, weil dieser seit 2012 für WIN nicht mehr weiterentwickelt wird.

  23. ChefvonLaden sagt:

    Hallo Michael. Sehr guter Artikel. Auch die dauerhaft angezeigten Lesezeichen sind für mich sehr wichtig. Maxthon ist/war ein sehr guter Browser. Habe ihn mir jetzt wieder runtergeladen. Leider lässt sich nun nicht mehr differenzieren, ob Lesezeichen oder Lesezeichen in der Favoritenleiste (unter der Adresseingabe). Früher konnte man das Lesezeichen da oder/und da ablegen. Kannst Du das bestätigen?

  24. Michael sagt:

    Standardmäßig werden alle Lesezeichen in der Favoritenleiste angezeigt, das ist richtig. Du kannst aber per Rechtsklick auf die Leiste einen eigenen Ordner definieren, aus diesem die Lesezeichen dann angezeigt werden sollen.

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